E-Sport

Studie über E-Sportler: Fitter als der Durchschnitt

Welcher Gamer kennt nicht die Vorurteile: Wer viel vor dem Computer hängt, lebt ungesund und hat Übergewicht. Dabei kommt eine Studie nun zu einem ganz anderen Urteil. E-Sportler trinken und rauchen weniger und sind im Gegensatz zur Allgemeinheit öfter normalgewichtig.

Fitness-Studie über E-Sportler

E-Sportler verbringen täglich viele Stunden sitzend vor dem Computer und trainieren ihr Können. Science Daily berichtet über eine Studie der Queensland University of Technology (Australien) und dem Institut für Psychologie der Umeå Universität (Schweden), welche die Fitness von E-Sportlern untersucht hat. Professionelle Gamer sind meistens fitter als der Rest der Bevölkerung.

Für die Studie wurden die Daten von 1.400 E-Sportlern aus 65 verschiedenen Ländern genutzt. Die Hälfte der Teilnehmer kommt aus den USA oder Australien. Genutzt wurden neben Angaben aus einer Online-Befragung zum Lebensstil der Body Mass Index, kurz BMI.

Weniger Alkohol und Zigaretten, öfter im Normalgewicht

Die Studie widerlegt die landläufigen Vorurteile. Nach der Auswertung führen E-Sportler ein mit 9 bis 21 Prozent wahrscheinlicheres gesünderes Leben im Verhältnis zur durchschnittlichen Bevölkerung.

Der Konsum von Alkohol und Tabak fällt ebenfalls geringer aus, als bei der durchschnittlichen Population. Nur 0,5 Prozent der Befragten konsumieren täglich Alkohol. Das sind 7,8 Prozent weniger als die Allgemeinheit. Das ein Gamer Zigaretten in der Jackentasche hat, ist mit 18,7 Prozent ebenfalls im Verhältnis zum Durchschnitt unwahrscheinlicher.

Top-Gamer sind aktiver

Weiter kommt die Studie zu der Erkenntnis, dass die körperliche Aktivität mit den Fähigkeiten steigt. Die Top-10-Prozent der Gamer war wesentlich aktiver als der Rest der Teilnehmer.

Die Studienmacher gehen davon aus, das körperliche Bewegung als Teil des Trainings gesehen wird und so die Gesamtleistung verbessert. Der Leiter der Studie, Michael Trotter, sieht darin auch eine Schlüsselfunktion. Als Teil des Trainings würden Profis pro Tag mehr als eine Stunde mit körperlicher Aktivität verbringen und damit nicht nur ihr Können verbessern, sondern auch erlernen besser mit Stress umzugehen.

Aufgrund der um 4 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit, dass E-Sportler doch ein gesundheitlich bedenkliches Übergewicht entwickeln, ist körperlicher Sport also definitiv angeraten.

Direktlink zur Studie: The Association between Esports Participation, Health and Physical Activity Behaviour

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